Geöltes Parkett ist der Inbegriff des naturbelassenen Bodenbelags. Zur Pflege von hochwertigem Parkett reicht einfach säubern nicht aus. Es sollte auch regelmäßig geölt werden, denn Öl macht das Holz schmutzresistent und antistatisch. Ölen betont die natürliche Holzmaserung und sorgt gleichzeitig dafür, dass das Holz atmungsaktiv bleibt. Anders als beim Versiegeln werden die Holzporen durch Ölen nicht verschlossen. Trotzdem besteht ein hervorragender Holzschutz. Wenn Sie barfuß auf geöltem Parkett laufen, haben Sie nach wie vor direkten Holzkontakt. Hochwertiges Pflegeöl schenkt dem Holzboden eine filmfreie Oberfläche mit matt-seidigem Schimmer.

Geöter Parkettboden

Nebelfeucht wischen ohne Mikrofasertuch

Naturholzböden sind äußerst pflegeleicht. Sie brauchen nur regelmäßig staubsaugen oder trocken wischen. Sie können auch eine Nassreinigung mit entsprechendem Holzbodenreiniger durchführen. Dies bietet sich hauptsächlich für weißes, weiß geöltes, natur geöltes und grau geöltes Parkett an. Die hierfür am Markt erhältlichen Holzbodenseifen regenerieren strapazierte Oberflächen und wirken auf das Holz wie Bodylotion auf unserer Haut. Nach der Reinigung ist eine gute Trocknung wichtig. Erst dann kann Öl aufgebracht werden. Mikrofasertücher beschädigen die Oberflächen und sind bei der Parkettpflege tabu.

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Geöltes Parkett wird nachgeölt

Parkettpflege mit Öl ist einfach und wirkungsvoll. Ein geöltes Parkett wird nach starker Beanspruchung nicht durch Schleifen erneuert, wie das bei versiegelten Holzböden der Fall ist. Die richtige Methode ist das Nachölen. Damit können Sie die schöne Optik des Holzbodens wunderbar auffrischen. Es stehen farbneutrale oder kolorierte Öle zur Wahl. Die Farbe sollte immer genau zum Holz passen. Nach einer Nassreinigung muss das Parkett mindestens fünf Stunden trocknen. Erst dann kann Öl aufgebracht werden. Es stehen Ölpasten oder Sprays zur Verfügung. Sprayen ist besonders einfach und gelingt sehr gleichmäßig. Die Paste wird vorsichtig mit einem Tuch eingerieben. Sie können auch ein elektrisches Gerät verwenden. Danach muss der Boden poliert werden. Auch das geht von Hand oder mit einem elektrischen Polisher. An keiner Stelle sollte überschüssiges Öl zurückbleiben.

Das müssen Sie beim Parkett ölen beachten:

  • vorher reinigen ohne Mikrofasertuch
  • feuchte Böden lange genug trocknen lassen
  • farblich passende Öle verwenden
  • Spray oder Öl gründlich einarbeiten
  • immer nachpolieren

Wie oft sollte Parkett geölt werden?

Wenn kleine Laufspuren oder Schmutz auf dem Parkett vorhanden sind, brauchen Sie nicht den ganzen Boden ölen. Es reicht, die entsprechenden Stellen mit Pflegeöl zu behandeln. Die Holzöle zur Nachbehandlung können meistens viel leichter ins Holz eingearbeitet werden als Grundöle, denn sie werden vom Holz leichter angenommen. Die Häufigkeit des Nachölens hängt von der Beanspruchung ab. Normal beanspruchte Parkettböden im Büro, Wohnzimmer oder Diele brauchen Sie nur alle zwei Jahre ölen. Stark beansprucht Böden in Küche, Eingangsbereich oder in öffentlichen Gebäuden brauchen alle zwölf Monate eine Auffrischung. Bei wenig beanspruchten Böden können Sie nach Bedarf ölen. Hier kommt es auf Ihr persönliches Empfinden an.