Der Gasgrill

Eine mögliche Variante des Grills ist der Gasgrill. Bei diesem Gerät wird die benötigte Hitze mittels Gas erzeugt, welches im Inneren verbrennt. Hierzu wird eine Gasflasche angeschlossen, welche mit Butan oder Propan befüllt ist. Mittels eines Röhrensystems gelangt das Gas unter die Grillplatte. Dort trifft es auf eine Flamme, die das Gas entzündet. Das Entzünden der Flamme kann mittels Feuerzeug oder Streichholz geschehen oder per Knopfdruck aktiviert werden, wobei sich ein Funke löst, der die Flamme entstehen lässt.

Gasgrill Weber auf dem Balkon

Eine Regulierung der Gaszufuhr ist über ein eingebautes Ventil möglich. Dadurch kann die Temperatur kontrolliert werden. Auch kann der Gasgrill über verschiedene Temperaturzonen verfügen, indem einfach mehrere Gasbrenner unterschiedlich auf die Grillplatte einwirken. Das Funktionsprinzip ähnelt dem eines Herdes. Gasgrills sind als Tisch- oder Standgeräte erhältlich und verfügen zusätzlich über eine Haube.

Der Elektrogrill

Rost eines Elektrogrills

Bei dem Elektrogrill handelt es sich um ein sogenanntes thermisches Gerät, welches das Grillgut durch Wärmestrahlung erhitzt. Der Elektrogrill ist in der Regel mit Heizstäben ausgestattet, die sich erwärmen und so die Hitze abgeben. Auf den Heizstäben kann entweder ein Rost oder eine Grillplatte liegen, auf welcher das Grillgut platziert wird. Bei dieser Funktionsweise handelt es sich in der Regel um Oberhitze. Der Elektrogrill wird mit Strom betrieben. Die Temperatur kann über einen Regler variiert werden. Ein An-/Ausschalter bringt den Grill zum Erhitzen bzw. stellt das Gerät aus. Es gibt diese Grills sowohl als Stand- als auch als Tischgrill.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Gasgrill?

Ein Vorteil des Gasgrills ist, dass das beim Kohlegrill so charakteristische und häufig vermisste Raucharoma auch bei dieser Grillvariante zu schmecken sein soll. Zudem ist der Gasgrill sehr schnell einsatzbereit, da sich die benötigte Temperatur schnell einstellt. Auch für das indirekte Grillen ist der Gasgrill geeignet. Die Betriebskosten sind insgesamt eher niedrig. Zudem ist die Temperatur des Grills gleichbleibend. Es sind grundsätzlich Temperaturen von 100 bis 300 Grad erreichbar. So kann Fleisch sanft gegart oder auch ein Steak scharf angebraten werden. Produkte wie Spareribs, Würstchen, Fisch oder Gemüse garen am besten bei Temperaturen zwischen 120 und 180 Grad. Geflügel oder auch Kartoffel benötigen eine Hitze von 230-260 Grad.

Termometer eines Gasgrills

Leider sind die Anschaffungskosten für einen Gasgrill vergleichsweise hoch. Hier sollte man schon ab etwa 300 EUR investieren, um ein sicheres Produkt zu erhalten. Es muss zudem dafür Sorge getragen werden, dass die Gasflasche immer ausreichend befüllt ist bzw. Nachschub bereitsteht. Auch müssen die Gegebenheiten für eine fachgerechte Lagerung der Gasflaschen vorliegen. Der Transport eines Gasgrills gestaltet sich häufig etwas schwieriger. Aus diesem Grund ist er nicht so gut für Campingausflüge geeignet.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Elektrogrill?

Der Einsatz des Elektrogrills ist sowohl drinnen als auch draußen möglich. Zudem lassen sich die meisten Geräte auch praktisch für unterwegs einpacken und so auf Ausflügen oder Campingtouren mitführen. Viele Geräte sind schon sehr preiswert erhältlich. Zudem ist durch den Strombetrieb die Versorgung des Gerätes nahezu unerschöpflich möglich. Strom stellt im Gegensatz zu Gas auch eine niedrigere Gefahrenquelle dar. Auch der Energieverbrauch ist vergleichsweise gering.

Die Nachteile des Elektrogrills :

  • der grilltypische Geschmack kann nicht erreicht werden
  • Die Möglichkeit der Stromversorgung ist nicht allerorts gegeben
  • Elektrogrills sind häufig auch etwas kleiner als Gasgrills, so dass bei einer größeren Personenzahl meist mehrere Durchgänge nötig sind, bis alle Personen versorgt sind
  • Auch kann ein Elektrogrill die Temperatur nicht immer so konstant halten wie ein Gasgrill

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Der Geschmacksvergleich: Kohle vs. Gas vs. Elektro

Die Geschmacksfrage stellt sich bei der Frage nach dem „richtigen“ Grill immer wieder. Als klarer Sieger scheint hier tatsächlich der Kohlegrill hervorzugehen, da sich durch das Verbrennen der Holzkohle Rauch bildet, der sich um das Fleisch legt und für das besondere, eben rauchige Aroma sorgt. Dies vermögen sowohl Gas- als auch Elektrogrill nicht zu leisten, wobei manch einer behauptet, dass der Geschmack des Gasgrills dem des Kohlegrills am nächsten kommt. Abhilfe können spezielle Behältnisse schaffen, die beispielsweise mit Holzchips befüllt werden und so beim Grillvorgang das Raucharoma erzeugen.

Ist ein Gas- oder Elektrogrill auf dem Balkon erlaubt?

Das Grillen auf dem Balkon sowohl mit einem Gas- als auch mit einem Elektrogrill ist grundsätzlich erlaubt. Lediglich der Kohlegrill darf aufgrund von Brandschutzbestimmungen, extremer Rauchentwicklung sowie Geruchsbelästigung nicht auf einem Balkon genutzt werden. Diese Faktoren fallen aber bei einem Gas- oder Elektrogrill weg. Lediglich das Thema Gerüche sollte im Auge behalten werden, da die Gerüche auf dem Balkon die des normalen Kochvorgangs in der Küche nicht übersteigen dürfen und somit die Nachbarn stören würden. Dies dürfte in der Praxis jedoch schwer nachzuweisen sein. Ansonsten gibt es keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der Nutzung auf dem Balkon.

Gesundheitliche Aspekte

Fraglich ist, ob die Teflonbeschichtung bei Elektrogrills eine Gesundheitsgefahr darstellt. Bei einer hohen Erhitzung der Platten können sich tatsächlich chemische Verbindungen lösen, die eingeatmet zu Übelkeit oder Kopfschmerzen führen können. Aufgrund dessen sollten beschichtete Elektrogrills nur im Freien genutzt werden.
Da sich besonders mit einem Gasgrill die Temperatur besonders gut regulieren lässt, sinkt auch die Gefahr von verbranntem Grillgut. Dies ist logischerweise deutlich besser für die Gesundheit. Bei einem Kohlegrill tropft häufig Fett oder Fleischsaft in die Glut, was zur Entstehung sogenannter PAKs führt, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Dieses Risiko besteht bei Gas- und Elektrogrills nicht. Viele verwenden auch beim Anzünden eines Kohlegrills einen Grillanzünder. Dieser enthält Paraffine, die sich in dem Grillgut festsetzen können und gesundheitsschädlich sind. Auch diese Gefahr entfällt beim Grillen mit Gas oder einem Elektrogrill.

Verbranntes Grillgut Gesundheitsrisiko

Die Anschaffungskosten und Betriebskosten

Die Anschaffungskosten eines Elektrogrills sind vergleichsweise am geringsten. Hier findet man die günstigsten Einsteigermodelle. Diese sind teilweise schon unter 20 EUR zu finden. Durchschnittlich kann man hier für den Kauf um die 100 EUR ansetzen. Auch der Betrieb eines Elektrogrills ist ökonomisch, da der Strombetrieb nur geringe Kosten verursacht. Die Anschaffungskosten eines Gasgrills liegen schon höher. Hier ist es auch besonders wichtig, auf ein geprüftes Gerät zurückzugreifen. Nach oben hin sind fast keine Grenzen gesetzt. Zudem muss regelmäßig die Gasflasche ersetzt werden. Diese Kosten sind vergleichsweise höher als beim Elektrogrill. Der Elektrogrill verbraucht bei einer einstündigen Nutzung und 2.000 Watt bei einem Strompreis von 0,25 EUR etwa 50 Cent. Eine 5kg Gasflasche bekommt man für ca. 10 EUR. Ein Brenner mit 12 kW verbraucht pro Stunde etwa 1 kg Gas. Man kann pro Grilleinsatz mit etwa 1-2 EUR rechnen. Ein Wechsel der Flasche ist somit bei etwa jedem 6. Einsatz nötig. Daher bietet es sich an, direkt in eine größere Flasche zu investieren, die im gleichen Preisverhältnis steht. Damit ist der Betrieb eines Gasgrills mehr als doppelt so teuer wie der des Elektrogrills.

Grillarten: Ist indirektes Grillen beim Gasgrill bzw. Elektrogrill möglich?

Bei einem Gasgrill ist es möglich, das Grillgut indirekt zu Grillen. Der Gasgrill verfügt zum einen über eine Abdeckung, welche zwingend erforderlich ist. Zudem sind viele Gasgrills auch mit verschiedenen Heizzonen ausgestattet, so dass das Grillgut auf einem ausgeschalteten Bereich mit garen kann. Der Elektrogrill bietet die Möglichkeit des indirekten Grillens nicht. Zum einen sind die meisten Elektrogrills nicht mit einem Deckel ausgestattet. Zum anderen verfügen Elektrogrills in der Regel nicht über verschiedene Heizzonen.

Tipps zum Umgang bzw. zur Aufbewahrung von Gasflaschen bzw. Kartuschen

Vergleich Grill Gasflasche mit Kartusche

Gasflaschen oder Kartuschen sollten stets an einem Ort gelagert werden, der gut durchlüftet wird. Hier bietet sich vor allem eine Lagerung im Freien an, jedoch versehen mit einer Abdeckung. Die Aufliegefläche sollte trocken und eben sein und im Schatten liegen. Gasflaschen dürfen keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Die Flaschen sollten senkrecht stehen und so gesichert werden, dass sie nicht umkippen können. Besonders wichtig ist es zudem, die Flaschen außer Reichweite von Kindern aufzubewahren. Auch die Ventile müssen nach jedem Gebrauch ordentlich verschlossen werden. Das Verwenden einer zusätzlichen Schutzkappe bietet zudem Sicherheit.

Wie pflege ich die unterschiedlichen Grillmodelle?

Reinigung des Grillrostes

Nach dem Grillen kommt die Arbeit! Nun heißt es, den Grill gründlich zu säubern, damit er für den nächsten Einsatz wieder einwandfrei bereitsteht. Doch wie reinige ich einen Gasgrill richtig? Besonders die Reinigung des Grillrostes ist häufig sehr aufwendig. Hierin hängen häufig noch Reste von Fett und Marinade. Speziell für die Reinigung der Grillroste gibt es Grillbürsten.
Zuvor kann aber folgender Trick verwendet werden: Nachdem das letzte Stück Grillgut den Rost passiert hat, kann der Deckel geschlossen und die Flamme einmal voll aufgedreht werden. Durch die entstehende Hitze werden die Reste am Rost verbrannt.

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Nebenbei reinigen sich auch die Brennerabdeckungen. Wenn nur noch wenig Qualm aufsteigt, sind die meisten Reste beseitigt. Mit der Grillbürste können nun die Reste, also die Asche, von dem Rost gefegt werden. Von Zeit zu Zeit müssen aber auch die Ecken einmal gründlich ausgekratzt werden. Dies gelingt am besten mit einem Spachtel. Viele Grills verfügen über eine herausnehmbare Wanne. Auch diese sollte zwischendurch geleert werden. Grundsätzlich sollten keine aggressiven Reinigungsmittel oder Schwämme zum Einsatz kommen, da dies die Beschichtungen zerstört. Einfaches Seifenwasser und ein Schwamm sind völlig ausreichend.

Die Reinigung eines Elektrogrills verläuft grundsätzlich ähnlich ab. Auch hier können die Reste abgebrannt werden, indem das Gerät auf volle Stärke eingestellt wird. Bei vielen Elektrogrills kann der Rost auch leicht entfernt werden und dann in der Spülmaschine gesäubert werden. Dann müssen nur noch die Wanne und das Gehäuse kurz abgewaschen werden. Noch leichter zu reinigen ist ein Elektrogrill mit einer Teflonplatte. Diese verhindert an sich schon ein Anbacken des Grillguts, so dass das anstrengende Kratzen ausbleibt und es meist ausreicht, die Platte mit etwas Lauge und einem Schwamm abzuwischen.