Ein Umzug steht an oder die Wohnung soll einfach mal wieder frisch renoviert werden? Kein Problem, denn die neue Wunschtapete ist meistens schnell gefunden. Nun stellen Sie sich vielleicht die Frage, wie die alten Tapeten am besten entsorgt und wie viele Rollen für ein Zimmer benötigt werden.

Diese und andere wichtige Fragen wollen wir hier gerne beantworten.

Wie viele Tapetenrollen brauche ich?

Es hängt von der Größe der Rolle ab, wie viele Tapeten für einen Raum benötigt werden. Normale Tapetenrollen sind 10,05 m lang bei einer Breite von 0,53 m und reichen für eine Fläche von ca. 5 qm. Möchten Sie eine Tapete mit Mustern anbringen, so muss noch ein zusätzlicher Rapport/Verschnitt mit eingerechnet werden. Denn je aufwendiger das Muster der Tapete ausfällt, umso mehr Verschnitt fällt pro Rolle an. Auf der Verpackung ist der zusätzliche Verschnitt aber oft vermerkt.

Mit der folgenden (Beispiel-)Berechnung können Sie die Anzahl der benötigten Rollen ermitteln:

  • Raumhöhe = 2,80 mtr.,
  • Raumumfang = 4 Wände a´5 mtr. = 20 mtr.
  • 2,80 mtr. x 20 mtr. = 56 qm

Die Anzahl der Rollen ergibt sich also aus der Raumhöhe x Raumumfang / 5 qm 56 qm : 5 (bei einer Rolle von 10,03 m x 0,53 m) = 11 Rollen

Bei diesem Beispiel wurden keine Fenster oder Türen herausgerechnet. So bleibt immer noch etwas Tapete über, falls später einmal etwas auszubessern ist. Es ist auf jeden Fall ratsam, von einer Tapete noch 1 oder 2 Rollen mehr zu besorgen. Falls später noch Rollen nachbestellt werden müssen, bekommen Sie ggf. nicht mehr die gleiche Anfertigung und müssen möglicherweise mit leichten Farbunterschieden rechnen.

wohnmoebel-blog.de bietet einen kostenlosen Tapetenrechner. Hier werden nur die Werte eingegeben und man erhält sofort die benötigte Anzahl der Rollen.

Welche Tapeten eignen sich für das Badezimmer?

Ein Bad muss nicht immer nur einfach gefliest werden. Denn mit einer interessanten Tapete können Sie in einem Bad richtige tolle Highlights setzen. Mit den richtigen Wandbelägen kann so eine tolle Wellnessoase entstehen. Aber nicht alle Tapeten eignen sich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit für das Bad. Tapeten für Feuchträume sind in der Regel mit einer besonderen Beschichtung versehen und nehmen Feuchtigkeit nur bedingt oder gar nicht auf, so wird Schimmelbildung verhindert. Besonders geeignet sind Vinyl- Vlies- oder Glasfasertapeten.

Vinyltapete

Sie besteht aus Papier und PVC. Die Oberfläche ist scheuer- und wasserbeständig und kann daher leicht gereinigt werden.

Vliestapete

Sie besteht aus glatten und reißfesten Fasern, dehnt sich nicht aus und kann nicht schrumpfen. Sie ist resistent gegen Feuchtigkeit.

Glasfasertapete

Sie enthält Glasfasern, ist unempfindlich gegen Nässe und sehr robust. Verklebt wird sie mit einem Dispersionskleber.

Tapeten FAQ - Tapezieren Fragen und Antworten

Wie lange muss der Kleister vor dem Anbringen in die Tapete einziehen?

Für die neue Tapete sollte ein guter Kleber gekauft werden, der auf die jeweilige Tapetenart abgestimmt ist. Die einzelnen Tapetenbahnen können bereits vorgeschnitten werden, einkleistern sollte man aber nur die Bahnen, die in ca. 15 Minuten verarbeitet werden können. Für alle Bahnen muss die gleiche Einweichzeit eingehalten werden. Dabei muss die Kleistermenge gleichmäßig verteilt und immer gut bis zu den Kanten verstrichen werden. Das ist sehr wichtig für saubere Kanten. Wie lange die Tapete einweichen sollte, ist von Kleber zu Kleber unterschiedlich und kann der Beschreibung auf der Packung entnommen werden.

Auch auf das richtige Mischungsverhältnis des Kleisters kommt es an. Auf einer Tabelle, die auf jeder Tapetenkleisterpackung zu finden ist, wird das genaue Mischungsverhältnis zum Ansetzen des Klebers aufgeführt.

Der richtige Kleber für jede Tapete:

  • Normalkleister - normale Klebekraft.
  • Spezialkleister - stärkere Klebekraft (mit Kunstharzbestandsteilen)
  • Vliestapetenkleister - hohe Anfangshaftung. Tapeten können bei Bedarf ohne Probleme wieder abgezogen werden.
  • Glasgewebekleber - Dispersionskleister mit sehr starker Klebekraft.

Wie lassen sich Luftblasen unter der Tapete vermeiden?

Wenn die sorgfältig geklebte Tapete nach kurzer Zeit unschöne Blasen wirft, braucht niemand zu verzweifeln. Das Problem lässt sich im Vorfeld oft schon durch eine ausreichend lange Einwirkzeit vermeiden. Auch der Untergrund sollte vor dem Kleben der Bahnen besonders sorgsam vorbereitet werden, um Blasenbildung zu vermeiden. Falscher Kleber oder ein falsches Mischungsverhältnis kann ebenfalls zur Blasenbildung beitragen. Eine Raumtemperatur zwischen 10 und 16 Grad ist optimal. Denn auch wie eine Tapete trocknet, kann eine große Rolle spielen. Durchzug unbedingt vermeiden, aber auch eine zu hohe oder zu niedrige Temperatur.

Wie kann ich Kleisterflecken von Tapete entfernen?

Bei aller Vorsicht kann es passieren, dass sich überschüssiger Kleber auf der Tapete befindet. Diese Stellen können einfach mit klarem Wasser und einem sauberen Schwamm oder Tuch abgetupft werden. Nicht reiben und nicht wischen!

Wie entsorge ich eine alte Tapete?

Was sicher viele Hobbyhandwerker nicht wissen – alte Tapeten gehören nicht in den Papiermüll, sondern in die Restmülltonne! Das gilt auch für unbenutzte Restrollen. Denn eine Raufasertapete besteht nicht nur aus Papier, sondern enthält zusätzlich noch kleine Holzspäne. Vinyltapeten bestehen aus PVC und nicht aus Papier und viele Papiertapeten sind nicht wasserlöslich. Für die Wiederverwertung als Recyclingpapier sind also alle nicht geeignet. Wenn die Restmülltonne die alten Tapeten nicht fassen kann, so können diese auch bequem auf dem Recyclinghof entsorgt werden.

Unbenutzte Tapeten brauchen nicht gleich entsorgt zu werden. Denn damit kann auch prima gebastelt werden. Passend zur neuen Tapete können z. B. kleine Kartons damit tapeziert werden und werden so zu einem tollen Deko-Element.

Kann ich über alte Tapeten drüber tapezieren?

Die alten Tapeten können grundsätzlich überklebt werden. Aber manchmal gefällt die untere Struktur nicht mehr, zum Beispiel bei einer Raufasertapete. Dann sollte die alte Tapete auch entfernt werden. Wird eine alte Tapete überklebt, besteht immer die Gefahr, dass sie sich von der Wand löst. Denn der Kleister, mit dem die erste Tapete verklebt wurde, enthielt bereits viel Wasser. Beim Trocknen im Raum verdunstet das Wasser des Klebers, zieht aber gleichzeitig auch in die Wand ein. Wird nun auf diese Tapete eine neue Bahn geklebt, kann der Kleister der ersten Tapete durch den erneuten Vorgang aufgelöst und aufgeweicht werden. Nähte und Kanten der Tapete können sich lösen und im schlimmsten Fall gemeinsam mit der neu verklebten Bahn von der Wand rutschen.

Daher sollten Sie sich lieber die Arbeit machen und die alten Tapeten entfernen.