Ein echter Teppich ist etwas ganz Besonderes und wertvoller Blickfang für die Wohnung. Doch wie erkennt auch der Laie, ob es sich um ein einen echten Teppich oder nur um ein Imitat handelt?

Woran erkennt man echten Teppich?

Das Herkunftsland gibt erste Auskunft

Echte, also handgeknüpfte Teppiche stammen in der Regel aus dem Orient. Damit sind der gesamte asiatische Raum, China und die arabischen Länder gemeint. Wo genau die Werke einer der ältesten Kunstform herkommen, können Sie meist am angebrachten Produktschildchen ablesen.

Zu den Exportländern echter Teppiche zählen:

  • Iran(Persien)
  • Türkei
  • Afghanistan
  • Russland

Ebenfalls von Hand gefertigt, aber von geringerer Qualität sind Teppiche aus:

  • Indien
  • Pakistan
  • China
  • Nordafrikanische Länder

Diese Schmuckstück werden als Nachknüpfungen bezeichnet, weil die verwendeten Materialien minderwertiger und die Knüpftechniken einfacher sind. Nach EU-Recht müssen diese Nachknüpfungen durch die zusätzliche Bezeichnung „Indo“ kenntlich gemacht werden. Allerdings wird sich nicht immer daran gehalten.

Gehen Sie auf Fehlersuche

Ein sicheres Indiz dafür, dass es sich um einen echten Teppich handelt sind kleine Fehler, die bei maschinengefertigten Exemplaren nicht vorkommen. Um diese zu finden, müssen Sie das Knüpfwerk umdrehen, sich an zwei verschiedenen Stellen ein sich wiederholendes Muster suchen und dann die Knotenreihen vergleichen. Sind die Knoten unterschiedlich groß ist das ein Zeichen dafür, dass der Bodenschmuck von Hand angefertigt wurde. Ebenso weisen Ungleichmäßigkeiten in der Farbfolge darauf hin, dass der Teppich nicht von einer Maschine produziert wurde.

Hat der Teppich Fransen, dann schlagen Sie ihn um und zupfen an einem der Fäden. Wenn sich die Knoten, die sich auf einer Linie mit der Franse befinden, mit bewegen, dann ist der Teppich echt. Denn das bedeutet, dass die Fransen als Kettfaden in den Bodenbelag integriert sind. Bei maschinell produzierten Teppichen sind die Fransen nur angenäht.

Messen Sie den Teppich an verschiedenen Stellen

Ein weiteres Merkmal für einen echten Orientalen sind kleine Größenabweichungen was die Breite betrifft. Zur Überprüfung müssen Sie den Teppich an mehreren Stellen messen. Handelt es sich um einen handgeknüpftes Exemplar, weist es Breitenunterschiede im Millimeterbereich auf.

Anzeige

Schauen Sie nach, welche Fasern verwendet wurden

Ein handgeknüpfter Teppich wird immer aus echten Naturfasern hergestellt, vor allem aus Schaf-, Ziegen- sowie Baumwolle, weniger Kamelwolle. An manchen Stellen werden sogar Seidenfäden eingewebt, um ein paar Akzente im Muster zu setzen. Wichtig für die Qualität des Wohnaccessoires ist auch der Fettgehalt der Wolle. Je jünger die verwendete Wolle, desto höher ist ihr Fettgehalt und damit gleichzeitig die Lebensdauer des Bodenbelags. Alte, fettarme Wolle lässt den Teppich schnell fusseln und der Schutz vor Verschmutzungen nimmt ab.

Dies sind einige Möglichkeiten wie sich auch für einen Laien die Echtheit eines Teppichs überprüfen lässt. Sind Sie dennoch unsicher, können Sie sich auch an einen vertrauenswürdigen Händler wenden oder einen unabhängigen Fachmann zu Rate ziehen.