Irgendwann kommt der Punkt, an dem aus dem fröhlich bunten Kinderzimmer eine Teenagerbude wird. Die Spielsachen verschwinden auf dem Speicher und stattdessen zieren auf einmal düstere Poster die Wände. Gegen den Geschmack des Nachwuches können Eltern gewöhnlich nichts ausrichten, doch bei der Gestaltung des Jugendzimmers können sie helfen.

Mitspracherecht für den Teenager

3 Teenager auf einem Bett im JugendzimmerNiemals sollten Eltern einfach über die Köpfe des Nachwuchses hinweg Möbel kaufen oder bestellen. Schließlich sind es die Teenager, die viele Stunden in ihrem Zimmer verbringen werden und dieses gerade in der Pubertät als ihren Rückzugsort von den nervigen Eltern begreifen. Daher sollten Eltern und Nachwuchs gemeinsam ins Möbelhaus fahren oder im Internet gemeinsam die große Auswahl an Jugendzimmermöbeln betrachten und dann eine Entscheidung fällen.

Praktische Überlegungen und Teenagerwünsche sollten dabei immer zu einem Kompromiss führen. Vielen Jugendlichen sind Sitzgelegenheiten im Zimmer wichtig, da sie sich mit ihren Freunden in das eigene Zimmer zurückziehen und nicht "unter Aufsicht" im Wohnzimmer sitzen wollen. Ist kein Platz für eine Sitzecke, sollte ein Bett gekauft werden, das tagsüber leicht zu einem Sofa verwandelt werden kann.

Auch Stauraum spielt mit zunehmendem Alter eine große Rolle: Während die Kindersachen meistens noch in einer hübschen Kommode untergebracht werden konnten, benötigen vor allem weibliche Teenager mehr Platz für Kleidung und Schuhe – mit anderen Worten, einen größeren Kleiderschrank.

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Arbeitsplatz nicht vergessen

Schläft das Kind in einem Hochbett, das auch für wachsende Teenager groß genug ist, kann der Schreibtisch auch darunter eingerichtet werden, um Platz in einem kleinen Zimmer zu sparen. Ansonsten empfiehlt es sich, den Arbeitsplatz am Fenster einzurichten, wo natürliches Licht und frische Luft am besten hinkommen.

Noch immer sind viele "Jugendzimmer-Schreibtische" darauf ausgelegt, dass eine Person mit Schulbuch und Schreibheft daran sitzen kann. Einer Bitkom Studie zufolge ist Jugendlichen jedoch mittlerweile nichts anderes so wichtig wie der eigene Computer mit Internetzugang. Daher sollte der Schreibtisch groß genug sein, um sowohl das Arbeiten mit Büchern und Heften zu ermöglichen als auch die bequeme Nutzung eines PCs. Ein Laptop ist übrigens wesentlich platzsparender als ein traditioneller PC.

Bei der Deko des Zimmers sollten sich die Eltern jedoch möglichst heraushalten – und sich daran erinnern, das bei ihnen auch einst Elvis oder ABBA an den Wänden hingen.