Das Einrichten eines Babyzimmers macht nicht nur Spaß, sondern ist eine durchaus sinnvolle Sache. Natürlich kann das Baby ab und an bei Mama und Papa schlafen, aber auf die Dauer braucht es schon seinen eigenen (kleinen) Raum.

Wie sollte ein Babyzimmer generell beschaffen sein?

Viele Leute malen sich die wahnsinnigsten Dinge in Bezug auf ein Babyzimmer aus. Dabei sind unsere Kleinsten recht pflegeleicht und anspruchslos: Genug Tageslicht und ein wenig Platz reichen bereits aus. Eine praktische Einrichtung ist für die Eltern ebenfalls vorteilhaft, aber ob man weiße oder braune Möbel und rote oder grüne Dekoration aufstellt, ist Babys vergleichsweise egal. Hauptsache, sie fallen weder vom Bett noch vom Wickeltisch und tun sich auch ansonsten nicht weh. Ansonsten sollte man sich in dem Raum einfach wohl fühlen, denn eine angenehme Atmosphäre wirkt sich immer positiv aus.

Ab wann darf man sich an die Einrichtung machen?

Gelungene Babyzimmer Einrichtung mit WickelkommodeEs gibt sowohl Aspekte, die für eine relativ frühe als auch für eine vergleichsweise späte Einrichtung des Babyzimmers sprechen.

Innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft braucht man aber sicherlich nicht mit ihr zu beginnen, denn zu Beginn der Schwangerschaft sollte man sich einfach etwas Zeit zum Abwarten und Überlegen gönnen. Danach ist es Geschmackssache.

Pro und kontra für die späte Einrichtung:

Ein Babyzimmer kann selbst kurz vor oder sogar nach der Geburt eingerichtet werden, wobei man sich dann fragen muss, ob man noch den Nerv dafür hat – gerade, wenn die werdende Mama als Handwerkerin mit eingeplant ist.

Wenn man neu gestrichen oder tapeziert hat, muss man auf alle Fälle daran denken, dass die Wände noch genug Zeit zum Auslüften haben (min. eine, besser zwei Wochen). Auch für neue Möbel sollte man diese Zeit einplanen, damit diese einen möglichen unangenehmen Möbelgeruch verlieren. Gleiches gilt natürlich auch für Fußböden.

Pro und kontra für die frühe Einrichtung:

Wer ein geschlechtsgebundenes Zimmerchen gestalten möchte, braucht erst einmal Klarheit. Viele Babys halten sich diesbezüglich jedoch länger bedeckt und selbst ein Arzt kann sich täuschen.

Es passiert nicht selten, dass man alles fertig hat – und dann steht man vor d-e-m Wickeltisch schlechthin. Dazu hätte die gerade erst entdeckte Wandfarbe viel besser gepasst...

Fazit: Die Wahrheit liegt zwischen früh und spät; jedes Paar findet den für sich richtigen Weg. Man darf nur nicht vergessen, dass über-das-Knie-gebrochene Aktionen selten effektiv sind.

Bahn frei für Logik und Kreativität bei der Gestaltung

Bevor das Baby in sein Zimmer einziehen darf, muss alles fertig und gut ausgelüftet sein. Neue Wandfarben, Tapeten, Bodenbeläge und Möbel brauchen, wie schon erwähnt, eine gewisse Zeit zum Ausdünsten und dürfen daher nicht auf den letzten Drücker eingebaut werden.

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Am besten fängt man bei den Wänden an – darf es Farbe oder Tapete sein?

Wer die Wände streichen möchte, hat mehrere Möglichkeiten:

  • Lehmputz ist sehr gut für das Raumklima, weil er im Winter wärmt und im Sommer kühlt. Allerdings eignet er sich nicht besonders gut zum Überstreichen und wirkt daher immer etwas rustikal.
  • Dispersionsfarben sind sehr beliebt, dünsten aber lange aus und sind nicht besonders gesund. Das gilt leider auch für Naturdispersionsfarben, die Lein- und Rizinusöl enthalten.
  • Bei hoher Luftfeuchtigkeit bieten sich Kalk- und Silikatfarben an, die wenig organisch sind und Schimmel vorbeugen können.
  • Ziemliche Alleskönner sind Leim- und Kaseinfarben. Sie sind zwar teuer und nur im Fachhandel erhältlich, sind aber emissionsarm, strömen keinerlei Gerüche aus und sind vielfältig misch- und anwendbar. Allerdings können Leimfarben nur mit anderen Leimfarben überstrichen werden und müssen beim Auszug aus der Mietwohnung abgewaschen werden.

Auf der Tapetenseite hat man ebenfalls die Auswahl:

Babyzimmer EinrichtungStofftapeten sehen dekorativ aus, halten aber Staub im Zimmer fest. Vielleicht nicht gerade etwas für Allergiker.

Kunststofftapeten sind oft mit PVC und Weichmachern belastet und sollten daher möglichst nicht für ein Babyzimmer verwendet werden.

Solange sie nicht mit Dispersionsfarbe überstrichen werden, lassen Raufaser- und Papiertapeten einen Feuchtigkeitsaustausch zu und dünsten schnell aus.

Dann geht es ab auf den Boden...

Steinböden wirken zwar auch den ersten Blick kühl, enthalten aber nur wenig Schadstoffe und sind gut sauber zu halten. Die eine oder andere Teppichbrücke und schon steht ein Kompromiss.

Bei Teppichböden sollte man einen genauen Blick auf die „Zutatenlisten“ werfen, denn manche Wollteppiche sind mit Insektiziden belastet. Auch Hausstaubmilben sammeln sich gerne in Teppichen. Dennoch gibt es auch sehr gesunde Varianten.

Parkettböden sind sehr stabil, nur leider oftmals laut, wenn Kinder auf ihnen herumlaufen und spielen. Günstiges Parkett enthält oftmals Formaldehyd, hochwertiges Stäbchen- oder Vollholz-Parkett setzt einige Verlege-Übung voraus.

Laminat ist weniger kostspielig, doch die zum Teil in ihm enthaltenen Emissionswerte sind manchmal recht bedenklich.

Linoleum sollte nicht lackiert werden und riecht anfangs recht stark. Pluspunkte sind jedoch, dass es keine Weichmacher und andere bedenkliche Stoffe enthält und bis zu 30 Jahre hält.

Und, last but not least, Kork: Mit dem „Kork-Logo“ sind Formaldehyd- und Phenol-Freiheit garantiert; zudem ist er warm, schalldämpfend und gelenkschonend. Der ideale Bodenbelag für ein Babyzimmer also.

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Aber das Wichtigste fehlt noch

Auch bei den Möbeln für das Babyzimmer sollten Sie auf Schadstoffe achten. Insbesondere bei Bett und Matratze sollten Sie auf hochwertiges Exemplare mit entsprechenden Testergebnissen Wert legen. Hier verbringt Ihr Baby viel Zeit, so dass schädliche Stoffe stärker aufgenommen werden können als bei anderen Einrichtungsgegenständen. Außerdem nutzen viele Babys, sobald die ersten Zähne da sind, das Gitter des Betts gerne als Beißring oder lutschen daran herum.

Bei allnatura.de finden Sie Babybetten mit natürlicher Oberflächen-Behandlung, sowie Informationen zu Schadstoffprüfungen und Testergebnisse.

Natürlich, ein Bett mit Gitterstab-Außenseite ist unverzichtbar. So hat man gleichzeitig eine gute Luftzirkulation im Bett und der / die Kleine rollt nicht aus dem Bett, sobald er / sie sich drehen kann.

Daneben muss eine stabile Wickelkommode mit gut zu reinigender Auflage vorhanden sein.

Bei der Beleuchtung ist eine dimmbare Pendel-Deckenlampe eine gute Möglichkeit für das Babyzimmer. Diese spendet genug Licht ohne zu blenden. Eine kindersichere Wandleuchte oder Nachttischlampe sorgt außerdem abends für angenehmes Licht – und Gardinen, Rollos oder Jalousien lohnen sich, wenn man das Zimmer tagsüber etwas verdunkeln möchte.

Ansonsten benötigt man noch eine kleine Kommode für die Babykleidung – schon ist das Babyzimmer eingerichtet und der kleine Erdenbürger darf einziehen!

Also: Kein Stress - aber viel Spaß!