Minimalisten wird oft nachgesagt, dass nicht nur ihr Heim geordnet ist, sondern auch ihr Geist. Bei dem Einrichtungsstil geht es im Grunde darum, einzelne Stücke in sparsam eingerichteten Räumen besser zur Geltung zu bringen.

Wie Dinge den Menschen besitzen

Minimalistisch eingerichtetes EsszimmerFrüher fasste man das Ausmisten von überflüssigen Dingen und das Verschenken oder Spenden von Gegenständen, um weniger zu besitzen, unter dem Begriff "bewusstes Leben" zusammen. Heute ist ein Trend daraus geworden, den man als "Minimalismus" bezeichnet. Doch es geht dabei um mehr als bloßes Entrümpeln. Die Philosophie lautet nämlich "Es ist nicht entscheidend, wie viele Dinge man besitzt, sondern wie sehr die Dinge das Individuum besitzen." Menschen, die sich vom materiellen Besitz eingeengt fühlen und ihr Leben verändern wollen, beschaffen sich also ganz ausgewählte und exklusive Möbelstücke, zum Beispiel von beon-store.de, digitalisieren ihre Bücher und DVDs und geben die überflüssige Kleidung weg. In erster Linie verabschiedet man sich dabei nicht von Dingen, sondern von Gewohnheiten – wie dem stundenlangen Fernsehen. Den Anhängern des Minimalismus fällt es nicht schwer, sich von Gegenständen zu trennen, sondern nur von dem, was man damit verbindet. Aber nur so entsteht wirklich Platz in der Wohnung. Dennoch ist minimalistisches Wohnen kein Bedürfnis, das nur aus Platznot entsteht. Viele betrachten den Überfluss als einen Klotz am Bein und wollen stattdessen Freiheit und Unabhängigkeit. Viele bauen im Zuge dieses Trends ihre Möbel auch selbst. Das hat nicht nur ökologische, sondern auch haptische Gründe. Beim Minimalismus sollen in einem Raum nur wenige Einzelstücke zur Geltung kommen. Die anderen Einrichtungsgegenstände sind eher schlicht, Dekorationen sind kaum vorhanden.

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Vom alternativen Lebensstil zum Trend

Beim Minimalismus geht es also nicht um Quantität, sondern um Qualität. Es werden nur wenige, aber dafür hochwertige Möbel verwendet, die an den skandinavischen Stil, an das sogenannte Industrial Design oder an den Bauhaus-Stil angelehnt sind. Aber auch der Stil des Zen-Buddhismus, die asiatische Variante eines puristischen Stils, spielt eine Rolle. Diejenigen, die sich dem Minimalismus angeschlossen haben, empfehlen folgende Regel: "Alles, was man im vergangenen Jahr nicht benutzt hat, kann man ruhig verkaufen oder spenden." Minimalisten wollen aber mehr ändern als die Einrichtung der eigenen Wohnung. Es geht vielmehr um Nachhaltigkeit, Konsumkritik und einen alternativen Lebensstil. Minimalismus führt also zu einem einfachen und fokussierten Leben, denn ein aufgeräumtes Zuhause bewirkt einen aufgeräumten Geist.