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Besonders in der kalten Jahreszeit schätzen viele Menschen einen klassichen Holzkamin. Dies liegt wohl auch an der ganz eigenen Atmosphäre, die er mit in die Stube bringt. Während draußen der Schneesturm tobt, sitzt der glückliche Kaminbesitzer mit einem guten Buch vor dem knisternden, flackernden Holzfeuer. Die Beschaffung von Feuerholz und die Reinigung der Glasscheibe bzw. Ascheschublade sind hingegen zwei der Kehrseiten der Medaille. Mit dem Elektrokamin gibt es eine saubere, unkomplizierte Alternative zu Verbrennungskaminen.

Elektrokamin

Wieviel Strom verbraucht ein Elektrokamin?

Der Stromverbrauch eines Elektrokamins lässt sich leicht abschätzen, wenn Sie seine elektrische Leistung (in Watt angegeben) kennen. Multiplizieren Sie diese mit der Zeit in Stunden, die der Kamin betrieben wird, so erhalten Sie den Stromverbrauch in Wattstunden. Tausend Wattstunden ergeben dann die berühmte, oft angegebene Kilowattstunde (kWh), die sich auch auf der Rechnung des Stromanbieters wiederfindet.

Beispielrechnung: Bei einer Leistung von etwa 1100 Watt (inklusive Heizen) verbraucht das Gerät 1,1 kWh pro Stunde. Läuft er jeden Abend zwei Stunden, so sind dies also 2,2 kWh pro Tag. Diese Zahl kann nun mit dem Strompreis des Stromanbieters multipliziert werden, um die täglichen Betriebskosten zu erhalten. Dieser Wert kann dann wiederum aufs Jahr hochgerechnet werden, wobei Sie bedenken sollten, dass der Kamin wahrscheinlich im Winter stärker in Benutzung sein wird als im Sommer. Richtig Strom sparen können Sie, wenn Sie den Elektrokamin ohne Heizelement betreiben: Hier sinkt der typische Stromverbrauch von 1,1 kWh pro Stunde auf unter 0,1 kWh pro Stunde. Dies kommt natürlich auch der Stromrechnung zugute.

Bitte beachten Sie, dass die Zahlenwerte nur Beispiele sind. Um Ihren eigenen Stromverbrauch abzuschätzen, müssen Sie die Werte Ihres Gerätes und Ihre vorraussichtliche Nutzungsdauer einsetzen. Wenn Sie den Kamin beispielsweise 2 Stunden täglich mit 2100 Watt statt 1100 Watt betreiben, wird der Stromverbrauch im obigen Beispiel fast verdoppelt.

Was kostet ein Elektrokamin in der Anschaffung?

Die Preise für handelsübliche Elektrokamine bewegen sich derzeit im Bereich von unter hundert Euro bis hin zu drei- und vierstelligen Beträgen. Hier kommt es auch darauf an, was Sie von einem Elektrokamin erwarten: Während die günstigeren Geräte durchaus auch ihren Zweck erfüllen können, verzaubern die hochpreisigen Varianten Enthusiasten mit Features wie einem sehr überzeugenden Flammenbild und einem Knistermodul für den authentischen Kaminfeuer-Sound.

Vor- und Nachteile eines Elektrokamins

Elektrokamin Vorteile

Anders als bei einem echten Kamin ist bei der Installation eines Elektrokamins kein Kaminschacht notwendig. Er kann also auch in Gebäuden, in denen beim Bau kein Kamin eingeplant wurde, problemlos nachinstalliert werden. Auch für Wohnungen eignet er sich somit ideal.

Die Anschaffungskosten liegen meist deutlich unter den Kosten für das nachträgliche Anlegen eines Kaminschachts. Zum Betrieb muss der Elektrokamin einfach nur an das reguläre Stromnetz angeschlossen werden - ob mit einem vom Fachmann verlegten Kabel oder ganz einfach und unkompliziert über die Steckdose.

Bei vielen Geräten ist der abgasfreie Betrieb möglich. Hier wird im Idealfall nur der ungefährliche Wasserdampf des Rauchsimulators abgegeben.

Elektrischer Kamin mit Fernbedienung

Darüber hinaus erlauben einige Elektrokamine das unkomplizierte Ein- und Ausschalten per Fernbedienung von der Couch aus, Außerdem können viele Modelle mit einem Thermostat gesteuert werden: Sie regeln die Heizleistung dann so, dass die gemessene Raumtemparatur beispielsweise konstant bei 20° C liegt. Dies ist ideal, wenn das Gerät die bereits vorhandene Raumheizung nur ein wenig unterstützen soll, ohne gleich für tropische Temperaturen zu sorgen.

Thermostat und Fernsteuerung sind Features, von denen mit Schürhaken und Holzscheiten agierende Besitzer von echten Kaminen nur träumen können. Hier ist wesentlich mehr als ein Knopfdruck vom Sofa erforderlich, bis das Feuer entfacht und die Asche wieder entsorgt ist. Auch die Temperatur lässt sich nur relativ ungenau regulieren.

Elektrokamin Nachteile

Allerdings hat der Elektrokamin auch ein paar Nachteile: So fallen für das Heizen natürlich die üblichen Stromkosten an. Diese sollten nicht unterschätzt werden. Wer sehr günstig oder umsonst an Brennholz kommt, kann hier auf lange Sicht unter Umständen sparen. Allerdings müssen auch die Installations- und Anschaffungskosten in eine solche Kalkulation mit einbezogen werden. Dann fällt die Ersparnis mitunter weitaus geringer aus oder verwandelt sich sogar in einen Verlust. Dies hängt jedoch von den individuellen Gegebenheiten des Einzelfalles ab.

Außerdem ist die Heizleistung eines Elektrokamins auf die fest eingestellten Werte (beispielsweise 1000 W oder 2000 W) beschränkt. Dies liegt auch daran, dass das herkömmliche Hausstromnetz nicht unbeschränkt belastbar ist. Oberhalb von 3000 W nähert man sich dem Bereich der Stromstärke, bei der die Sicherung den Strom automatisch abschaltet. Richtig dimensionierte Kaminöfen können hingegen auch eine Heizleistung von etwa 10 kW erreichen und somit auch große Räume (etwa 80-90 m² bei normaler Deckenhöhe) zuverlässig heizen. Eine solche Heizleistung ist allerdings in vielen Fällen gar nicht erforderlich.

Wie echt wirkt das elektrische Kaminfeuer?

Das elektrische Kaminfeuer wirkt durch Glut- und Raucheffekte zum Teil täuschend echt. Der Rauch wird dabei beispielsweise durch ungiftigen Wasserdampf simuliert. Für die Glut wird heutzutage meist eine elektronisch gesteuerte Beleuchtung auf Basis von stromsparenden LEDs verwendet.

Elektrisches Kaminfeuer

Trotzdem gehen die Meinungen darüber, wie gut ein simuliertes Kaminfeuer ein echtes ersetzen kann, durchaus auseinander. So wirke das Flammenspiel eines Elektrokamins "zu" perfekt oder biete nur wenig optische Abwechslung, wird manchmal als Kritikpunkt angeführt. Wir meinen, dass die Simulation jedenfalls gut genug ist, um sich von den übrigen Vorteilen eines Elektrokamins gegenüber einem klassischen Verbrennungskamin überzeugen zu lassen. Wer sich unschlüssig ist, sollte es einfach einmal selbst ausprobieren. Auch Videos können eine Entscheidungshilfe bieten:

Auch wenn es natürlich zwischen den Kaminen und von Hersteller zu Hersteller Unterschiede gibt: Die besten künstlichen Feuer sind für die meisten Menschen in puncto optischer Qualität und Entspannungseffekt mehr als ausreichend. Hier haben sich die Hersteller zum Teil sehr große Mühe gegeben, um ein möglichst authentisches Holzfeuer nachzuahmen. Schließlich ist es gerade das typische "Kaminfeeling", auf das es vielen Nutzern von Elektrokaminen ankommt. Wer hier der Konkurrenz stets eine Nasenlänge voraus ist, hat auch im Verkauf die Nase vorn - das wissen auch die Hersteller.

Wenn Sie bereits einen Kamin besitzen, kann er vielleicht mit dem passenden Elektroeinsatz zum Elektrokamin umgerüstet werden. Solche Einsätze sind für viele Kohle-, Holz und Ethanolkamine verfügbar.

Welche Heizleistung bietet ein Elektrokamin?

Die Heizleistung variiert natürlich von Kamin zu Kamin. Reine elektrische Deko-Kamine kommen mitunter ganz ohne Heizleistung. Falls eine Heizfunktion gewünscht ist, sollten Sie hier also beim Einkauf die Augen offen halten. Ansonsten liefert der Elektrokamin nach dem Einschalten unter Umständen nur ein schönes Flammenspiel, aber keine Wärme. Bei den Wärme abgebenden Modellen sind etwa 1000 Watt bis 2500 Watt ein typischer Wert für die Heizleistung. Hierbei kann es natürlich auch zu Abweichungen nach unten oder nach oben kommen. Umso größer der zu beheizende Raum ist, desto größer ist naturgemäß die benötigte Leistung des Heizelements. Bei größeren Räumen oder an sehr kalten Tagen sollte man den Elektrokamin daher eher als Unterstützung einer regulären Heizung benutzen. Er ist also - auch von den Stromkosten abgesehen - nicht für alle Raumgrößen als einzige Heizung zu empfehlen.

Wer die simulierten Flammen seines Elektrokamins auch ohne Heizen genießen möchte, sollte darauf achten, dass die Heizeinheit separat abgeschaltet werden kann. So werden Stromkosten gespart, ohne auf die dekorativen Lichteffekte verzichten zu müssen.

Ist für den Betrieb eine Genehmigung nötig?

Ein Elektrokamin zum Aufstellen oder Aufhängen ist ein reines elektrisches Gerät, vergleichbar etwa mit einem Heizlüfter. Da zu seinem Betrieb kein Kaminschacht notwendig und daher vor der Installation auch keine Umbauten erforderlich sind, kann er in der Regel ohne Genehmigung verwendet werden. Vergleichbar ist er etwa mit einer Elektroheizung mit zusätzlichem "Deko-Effekt" durch die LED-Beleuchtung und den als künstlichen Rauch fungierenden Wasserdampf.

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Richtig ist dagegen: Für den Einbau eines herkömmlichen Holz- oder Kohlekamins ist eine Genehmigung notwendig. Dies liegt unter anderem daran, dass ein Kaminschacht zum Abzug der giftigen Verbrennungsdämpfe vorhanden sein muss. Ohne diesen droht den Bewohnern eine mitunter lebensgefährliche Rauchvergiftung. Dieser Kaminschacht muss regelmäßig von einem ausgebildeten Schornsteinfeger überprüft und gereinigt werden. Auch für das Anlegen eines noch nicht vorhandenen Kaminschachts und andere bauliche Maßnahmen sind in der Regel weitere Genehmigungen notwendig. Mieter müssen sich mit dem Vermieter absprechen, der dem Umbau aus Kostengründen und der zu erwartenden Baustelle wohl meist kritisch gegenüberstehen wird. Nutzer von Elektrokaminen, bei denen keine Verbrennungsrückstände und -abgase entstehen, haben es hier also vergleichsweise einfach.

Wer allerdings plant, bei der Installation seines Elektrokamins trotzdem bauliche Maßnahmen am eigenen Haus durchzuführen oder die gemietete Wohnung zu verändern, sollte vorher beim zuständigen Amt nachfragen, ob eine Genehmigung benötigt wird oder sich mit dem Vermieter absprechen. Auch sollte in einem Fall noch einmal gesondert geprüft werden, ob das Gerät vom Hersteller für den Betrieb in der vorgesehenen Weise (etwa in einer Aussparung in der Wand) vorgesehen und zugelassen ist. Normalerweise sind solche Arbeiten aber nicht notwendig und erhöhen den Aufwand enorm.

Gibt es Sicherheitshinweise zu beachten?

Die zu beachtenden Sicherheitsvorkehrungen unterscheiden sich von Modell zu Modell etwas. Einige Kamine sollten beispielsweise nicht direkt in der Nähe der Wand aufgestellt werden, um einen Wärmestau zu vermeiden. Auch sollte man darauf achten, dass eventuelle Lüftungsöffnungen nicht blockiert werden. Ansonsten besteht mitunter Brandgefahr.

Elektrokamin als Design-Objekt

Elektrische Arbeiten sollten nur von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden. Als Laie ist es also empfehlenswert, sich für ein Modell mit Schuko-Stecker für die Steckdose zu entscheiden oder den Elektriker seiner Wahl um Hilfe bei der Inbetriebnahme zu bitten. Dass die Elektro- und Steckdoseninstallation des Hauses den üblichen gängigen Sicherheitsstandards entspricht, sollte sich dabei von selbst verstehen. Beispielsweise muss die Steckdose geerdet sein. Dies hilft dabei, bei einem Defekt fehlgeleitete Ströme rechtzeitig zu erkennen und die Notfallabschaltung einzuleiten, bevor Menschen geschädigt werden.

Je nach Typ und Modell des Kamins können die beim Betrieb und Aufbau zu beachtenden Sicherheitshinweise variieren. Im Handbuch, der Betriebsanleitung oder ähnlichen Dokumenten findet sich in der Regel eine vollständige Liste der besonders zu beachtenden Sicherheitshinweise. Der Kamin sollte aus Sicherheitsgründen stets nur wie vom Hersteller angegeben verwendet werden.

Wie funktioniert ein elektrischer Kamin?

Anders als bei einem echten Kamin sind bei einem Elektrokamin Heizelement und Flammenspiel prinzipiell unabhängig voneinander. Der Flammeneffekt wird durch einen Elektroeinsatz erzeugt, während ein ganz normales elektrisches Heizelement für die Wärmeerzeugung zuständig ist. Dies funktioniert ähnlich wie bei einer Herdplatte, indem ein metallischer Leiter sich durch den in ihm fließenden elektrischen Strom erwärmt.

Die durch den Elektroeinsatz geschaffene Flammenoptik ist dagegen komplizierter: Je nach Modell und Hersteller imitieren verschiedene Kombinationen aus Wasserdampf, LED-Licht und Deko-Holz eine mehr oder weniger überzeugende Kaminflamme. Der Wasserdampf wird von einem Vernebler erzeugt, dessen Tank hin und wieder nachgefüllt werden muss. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass normales (gereinigtes) Leitungswasser verwendet werden kann. Sie merken beim Vergleich verschiedener Elektrokamine deutlich, welche Hersteller sich länger mit der Erzeugung der Flammen auseinandergesetzt haben. Hier trennt sich für viele Kaminfreunde, denen die typische Kaminatmosphäre wichtig ist, gewissermaßen die Spreu vom Weizen.

Weiterhin wichtig ist ein Überhitzungsschutz, der bei zu hohen Temperaturen automatisch das Heizen einstellt. So kann der Kamin abkühlen, bevor die Elektronik zerstört oder sogar ein Brand ausgelöst wird.

Die Kaminverkleidung besteht bei den verschiedenen Elektrokaminen dieser Kategorie aus unterschiedlichen Materialien. Während einige Hersteller auf Kunststoff setzen, vertrauen andere beispielsweise eher auf feuerfesten Edelstahl oder eine Kombination verschiedener Materialien. Darüber hinaus hat die Verkleidung natürlich auch dekorativen Charakter: Sie ist neben dem Flammenbild ein wichtiger Faktor für die optische Erscheinung des Kamins. Hier stehen neben Stein- und Marmoroptik noch weitere Varianten zur individuellen Gestaltung des eigenen Wohnbereichs zur Verfügung. Elektrische Kamine aus echtem Stein, Marmor oder anderen Materialien sind im Prinzip auch machbar, aufgrund ihres Preises und Gewichts aber meist eher etwas für Enthusiasten.

Hört man einen Elektrokamin, wenn er eingeschaltet ist?

Die Geräuschentwicklung der Geräte ist ähnlich wie bei einem herkömmlichen elektrischen Heizkörper oder Heizlüfter. Je nach Modell oder bei Bauteilverschleiss kann es also zu einer deutlichen Geräuschentwicklung kommen.

Einige Modelle sorgen durch ein elektronisches Modul zusätzlich für ein gemütliches Knistern, das das von echten Kaminen imitieren soll. Wird ein möglichst lautloser Betrieb (beispielsweise zum ungestörten Lesen vor dem Kamin) gewünscht, so sollte dieses Modul abschaltbar sein.

Zusätzlich kann ein eventuell verbautes Gebläse (wie auch bei Heizlüftern) weitere Betriebsgeräusche verursachen. Das Gebläse verursacht diesen Lärm aber nicht ohne Grund. Seine Arbeit hat anderweitig durchaus seinen Zweck: Sorgt es doch für eine bessere Verteilung der Wärme im Raum. Ein Elektrokamin mit einem möglichst leisen Gebläse ist aus diesem Grund für viele Kaminfreunde die ideale Wahl. Wer besonders geräuschempfindlich und mit der Wärmeverteilung eines gebläsefreien Elektrokamins zufrieden ist, sollte hingegen zu dieser Variante greifen.

Welche Größen gibt es?

Elektrokamine gibt es in vielen verschiedenen Größen. Einheitliche Normen finden Sie dagegen in der Regel nicht. Kleine, speziell zum Aufstellen etwa auf einem Tisch oder zum Aufhängen an der Wand geeignete Elektrokamine bieten neben einem schönen Flammenbild oft auch bereits eine recht ansehnliche Heizleistung.

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Typische Maße des Gehäuses solcher Modelle sind beispielsweise etwa 100 cm x 50 cm x 15 cm. Größere Modelle können durchaus Abmessungen von 100 cm x 100 cm x 50 cm und mehr erreichen. Derartige Exemplare sind vor allem fürs Wohnzimmer oder ähnliche Räumlichkeiten geeignet. Allerdings sollte das Gewicht von größeren und mittelgroßen Geräten nicht unterschätzt werden: Sie können etwa 50 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Am besten ist es daher, sich vorab über das zu erwartende Gewicht zu informieren und eventuell einen kräftigen Bekannten oder Verwandten um Hilfe zu bitten.

Als Einstieg, Geschenk oder einfach zum Kennenlernen und Ausprobieren kann auch ein sehr kleiner Elektrokamin sinnvoll sein. Typische Größen sind hier circa 30 x 20 x 30 cm. Oft fallen sie in puncto Heizleistung etwas bescheidener aus als ihre "großen" Verwandten, sind dafür aber auch relativ flexibel im Raum platzierbar und sehr günstig. Bescheiden geben sie sich auch beim Gewicht: Meist bringen sie nur ein paar Kilogramm auf die Waage. Allerdings ist der Flammeneffekt ist nicht immer ganz so ausgereift wie bei den größeren bzw. teureren Elektrokaminen.

Wie wird ein Elektrokamin angebracht?

Im einfachsten Fall wird der komplett fertig gelieferte Elektrokamin einfach in den Raum gestellt und mit einem Stromkabel mit der Steckdose verbunden. Bei anderen Modellen kann aber eine Teilmontage wie das Montieren der Standfüße oder das Anschrauben der Verkleidung notwendig sein. Diese notwendigen Schritte sind bei den Modellen der renommierten Hersteller aber in der Regel gut in der Anleitung dokumentiert und leicht auszuführen. Das Anschließen von Stromkabeln mit einzelnen Adern (also ohne Schuko-Stecker für die Steckdose) sollte vom Elektriker erledigt werden, da ein Vertauschen der Leitungen, ein "Vergessen" der Erdung oder ähnliche von Laien oft begannene Fehler ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen. Außerdem sollten nicht zu viele Elektrokamine und andere Heizkörper an der gleichen Steckdose genutzt werden. Ansonsten kann die Stromstärke so stark ansteigen, dass die Sicherung auslöst.

Wandkamine sind hingegen speziell für die Montage an der Wand konzipiert. Häufig werden sie aufgehängt und ähneln in Größe und Erscheinungsbild einem Flachbildfernseher. Natürlich sollte man auch hier darauf achten, dass die notwendige Steckdose zur Energieversorgung des Geräts in der Nähe ist. Ideal eignen sie sich etwa zur platzsparenden Montage an einer freien Wand. Etwaige vom Hersteller angegebene Sicherheitsabstände sollten dabei natürlich eingehalten werden.

Fazit: Wer die ganz eigene Atmosphäre eines Holz- oder Kohlekamins schätzt, aber den Reinigungsaufwand und die Arbeiten zum Besorgen von Brennmaterial scheut, für den ist der Elektrokamin die richtige Alternative. Die Fernbedienung bietet dabei zusätzlichen Bedienkomfort und ermöglicht das Ein- und Ausschalten vom Sofa. Ein überzeugendes Flammenbild und ein leiser Betrieb tragen zur ansprechenden Optik bei. Dabei haben renommierte Hersteller meist die Nase vorn - wem also ein möglichst authentisches Flammenspiel wichtig ist, sollte sich überlegen, ob er nicht ein wenig mehr für seinen Elektrokamin ausgibt. Aber auch günstigere Modelle für Einsteiger können zum Teil bereits ansehnliche Ergebnisse liefern. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und einige entspannte Abende vor Ihrem neuen Elektrokamin.