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Feuer hat für viele Menschen eine ganz besondere Faszination. Und wer nicht jedes Mal ein aufwendiges Lagerfeuer entzünden will, kann sich eine Feuerschale auf die Terrasse stellen. Schon die umherziehenden Nomadenvölker aus vergangenen Zeiten nutzten Feuerschalen als transportable offene Feuerstelle. Damit einem gemütlichen Abend am offenen Feuer nichts im Wege steht, finden Sie hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Feuerschalen.

Feuerschale

Aus welchem Material sollte eine Feuerschale gefertigt sein?

Feuerschalen gibt es aus verschiedenen Materialien, die alle Vor- und Nachteile haben. Die wichtigsten im Überblick:

Edelstahl

Feuerschalen aus Edelstahl haben den großen Vorteil, dass sie sehr robust sind und nicht rosten können. Die Reinigung ist außerdem sehr einfach, weil dabei keine Schutzschicht verletzt werden kann. Beim Kauf sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass auch wirklich alle Teile aus diesem Material bestehen. Denn wenn der Hersteller gespart hat und z.B. die Füße aus einem nicht rostfreien Metall bestehen, bringt der restliche Edelstahl wenig.

Stahl und Eisen

Feuerschalen aus Eisen sind vergleichsweise günstig, können dafür aber leicht rosten, wenn sie nicht nach jeder Benutzung sachgemäß gereinigt und aufbewahrt werden. Schalen aus Gusseisen haben dabei ein besonders hohes Gewicht, speichern aber auch die Wärme besser als gewöhnliche Eisenschalen.

Eine spezielle Stahlvariante, die häufig für Feuerschalen eingesetzt wird, ist der Kortenstahl. Der Baustahl bildet unter Witterungseinflüssen eine Patina, die vor Korrosion schützt. Die an Rost erinnernde Schicht ensteht dank der Spezielle Legierung. Die folgende Abbildung zeigt eine Feuerschale aus Kortenstahl, die bereits eine leichte Patina gebildet hat. Neben dem Korrosionsschutz verleiht die rotbraune Patina der Schale außerdem den für eine Feuerschale typischen, verwitterten Charakter.

Oberfläche Feuerschale aus Kortenstahl mit Patina

Ton, Terrakotta und Keramik

Feuerschalen aus Ton oder Terrakotta sorgen für ein natürliches Bild und werten jede Terrasse gekonnt auf. Diese Materialien haben den Vorteil, dass sie die Wärme gut speichern und damit für eine angenehme Temperatur sorgen, auch wenn das Feuer bereits nicht mehr glüht.

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Beim Kauf eines solchen Modells sollte unbedingt darauf geachtet werden, welcher Brennstoff verwendet werden kann. Denn nicht alle Schalen aus diesen Materialien, halten der hohen Hitze, die durch Holzkohle entsteht, stand. Häufig sind Bioethanol oder Brenngel für solche Schalen vorgesehen. Feuerschalen aus Ton oder Terrakotta sind außerdem nicht witterungsbeständig und sollten im Winter und Herbst an einem sicheren, trockenen Ort aufbewahrt werden. Bei Frost können Schalen aus diesem Material Risse bekommen oder platzen.

Beton

Wer auf der Suche nach einer Feuerschale ist, stößt vermutlich auch auf Produkte aus Beton. Für den Einsatz im klassischen Sinn, sind diese aber nicht geeignet. Die Wärmeabgabe ist deutlich geringer, denn als Brennstoff kommen Bioethanol und Brennpasten zum Einsatz. Im Gegensatz zu den anderen Materialien, können Sie eine Feuerschale aus Beton aber auch ganz einfach selbst herstellen, wie dieses Video zeigt:

Ein einzigartiges Design-Objekt, das bei Verwendung einer geeigneten Brennpaste auch für den Innenbereich geeignet, stellt eine solche Schale in jedem Fall dar. 

Ist eine Feuerschale im Garten oder auf der Terrasse erlaubt?

Ja, die meisten Feuerschalen können nach dem Bundes-Immisionsschutzgesetz ohne Bedenken im eigenen Garten oder auf der eigenen Terrasse aufgestellt und verwendet werden. Allerdings gilt dies nur für Modelle, deren Durchmesser nicht größer als einen Meter ist. Aber die meisten angebotenen Feuerschalen sind sowieso kleiner und können daher auch ohne besondere Genehmigung verwendet werden. Vorausgesetzt es werden keine Pflanzenreste und Gartenabfälle verbrannt!

Unter ein etwaiges Grillverbot für Mieter fallen i.d.R. auch Feuerschalen und Feuerkörbe. Unabhängig von einem Grillverbot ist natürlich darauf zu achten, dass das Brennmaterial keine unzumutbare Rauchentwicklung für die Nachbarschaft verursacht und die Feuerstelle für den Betrieb einer Feuerschale geeignet ist.

Bei besonders großen Feuerschalen sollten Sie eine Genehmigung einholen. Wer eine Feuerschale mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter verwenden will, vermeidet mit einer Genehmigung unnötigen Stress mit den Behörden.

Welcher Unterschied besteht zwischen Feuerschale und Feuerkorb?

Feuerschalen und Feuerkörbe unterscheiden sich zunächst durch ihre Konstruktion. Erstere sind an den Seiten geschlossen, sodass die Glut nicht so leicht auf den Boden gelangen kann. Feuerkörbe sind dagegen zumeist mit Schlitzen ausgestattet. Durch diese kann mehr Luft zur Glut gelangen. Andersherum kann diese aber auch leichter entweichen und auf den Boden fallen. Daher sollten sowohl Feuerkörbe wie auch Feuerschalen nur auf brennfesten Untergründen verwendet werden, wie z.B. auf Steinplatten.

Der Feuerkorb besticht durch seine ästhetische Optik, die ihm der seitliche Blick auf Flammen und Glut verleihen und ist besonders platzsparend. Die Feuerschale braucht meist mehr Platz, bietet somit aber auch die Möglichkeit zum Grillen und einen besseren Schutz für den Untergrund, da die Glut seitlich nicht herausfallen kann.

Kann eine Feuerschale als Grill genutzt werden?

Ja, häufig ist im Lieferumfang bereits ein Grillrost enthalten. Ansonsten kann er für kleines Geld nachgekauft werden. Er wird ganz einfach auf die Schale gelegt und diese kurzerhand zu einem Grill umfunktioniert. Noch besser eignet sich ein Schwenkgrill, auch als Dreibeingrill bekannt. Denn damit lässt sich die Höhe des Grillrostes und damit die Grilltemperatur regulieren.

Wenn Sie eine Feuerschale als Grill nutzen, muss diese ausreichend hitzebständig sein und sollte deshalb am besten aus Stahl bestehen.

Feuerschale mit Dreibeingrill

Welchen Durchmesser sollte eine Feuerschale haben?

Die Frage, welchen Durchmesser eine Feuerschale haben sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn hierbei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel, ob die Feuerschale auch als Grill verwendet werden soll. Die folgende Feuerschale hat einen Durchmesser von 60 cm. Zur besseren Veranschaulichung der Größenverhältnisse hat es sich der kleine Max darin bequem gemacht 😉

Feuerschale 60 cm

Gibt es Feuerschalen, die nicht rosten?

Ja, Feuerschalen aus Edelstahl können nicht rosten. Allerdings sollten auch diese Modelle nach jeder Verwendung gründlich gereinigt werden. Nach der Reinigung wird die Feuerschale an einem trockenen und geschützten Ort aufbewahrt und im Winter mit einer Schutzfolie versehen.

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Welches Brennmaterial eignet sich für eine Feuerschale?

Für den klassischen Einsatz eignet sich am besten Holz. Unterschiedliche Holzarten, wie zum Beispiel Buchenholz, Kiefernholz oder Fichtenholz können verwendet werden. Wer sichergehen will, dass das Brenngut trocken genug ist, kann beim Kauf ein sogenanntes Holzfeuchtigkeits-Messgerät verwenden. Ofenfertiges Scheitholz sollte einen Wassergehalt von nicht mehr als 20% aufweisen. Die oben erwähnten Holzsorten werden dem Weichholz zugeordnet, es gibt aber durchaus auch Hartholz, das sich für die Feuerschale eignet, wie zum Beispiel Eiche, Buche, Apfel oder Pflaume.

Auch normale Holzkohle oder Briketts können für eine Feuerschale verwendet werden. Wenn die Feuerschale auch als Grill genutzt wird, ist das zu empfehlen. Wer allerdings einen Effekt wie an einem Lagerfeuer erzeugen will, sollte lieber zu Holzscheiten greifen. Denn diese brennen mit großer Flamme ab, Holzkohle glüht dagegen nur.