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Die Haustür als Zutritt ins Heim ist wichtiger, als man zuerst vermutet: Sie ist nicht nur die Visitenkarte, die als erstes ins Auge fällt, sondern auch unser Schutz nach außen. Niemand möchte durch eine Haustür, die kalt und abweisend erscheint, ins Haus gelangen – deshalb wünschen wir uns eine schöne Eingangstür, die ins Haus einlädt und unsere Besucher freundlich verabschiedet.

Eingangsbereich

Gleichzeitig soll sie aber ungebetene Gäste draußen halten. Nach persönlichem Belieben kann die Haustür gestalterisch Akzente setzen oder auch versteckt in die Fassade einfließen. Was man letztendlich lieber mag, bleibt wohl Geschmackssache.

Zu den wichtigsten Qualitätskriterien gehören allerdings stets Stabilität, Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit. Jede Haustür zeichnet sich durch unterschiedliche Stärken aus, die Mindestanforderungen sind währenddessen in der DIN EN 14351-1 festgelegt: Hier werden Sicherheit und Wärmeschutz nochmal über eigene Normen geregelt. Ebenso gelten für die Bauteile die Anforderungen der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV. Clevere Materialkombinationen gewähren meist ein höheres Maß an Qualität.

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Warum ist der Sicherheitsstandard einer Haustür so wichtig?

Neben den gestalterischen Designfragen und Merkmalen muss eine Haustür auch in puncto Sicherheit und Wärmeschutz entsprechende Leistungen bringen. Damit wir sicher und zufrieden in unseren vier Wänden leben können braucht man ein gewisses Maß an Sicherheit. Gerade Haustüren werden immerhin noch von mindestens 10 % der Einbrecher als Zutritt genutzt.

Hier kann eine zusätzliche 3-, 5-, 7- oder 9-Fach-Verriegelung Abhilfe schaffen. Diese Systeme sind nicht sichtbar und halten Eindringlinge fern. Auch Sicherungen durch Türbänder erschweren das Aushebeln der Haustür und sollten fest verbunden sein. Zusätzlich lassen modernste Öffnungs- und Schließsysteme Ihre Haustür noch sicherer werden – dazu zählen zum Beispiel digitale Fingerprint-Scanner oder Alarmglas.

Die sogenannte Resistance Class (kurz: RC), ehemals Widerstandsklasse (WK), zeigt an, in welchem Ausmaß die Tür gegen Einbruchversuche gesichert ist. Mit ihr werden alle Bestandteile eines Hauses bewertet. Die Widerstandsklassen werden in die Stufen RC1-RC6 eingeteilt – je nach Gebäude- und Einrichtungsart kommen niedrigere bzw. höhere Klassen infrage.

Laut Versicherungen ist die Widerstandsklasse 2 für Haustüren der Mindestschutz, um im Falle eines Einbruchs den nötigen Anteil an Eigensicherheit geleistet zu haben. Deshalb empfiehlt die Polizei im Privatbereich mindestens die Sicherheitskomponenten der Klasse 2. Durch diese Widerstandsklasse werden Einbrecher rund 3 Minuten lang aufgehalten und das Aufbrechen mit einfachen Hebelwerkzeugen oder Keilen wird verhindert.

Im gewerblichen Bereich sollten Eingangstüren mindestens die RC 3 erreichen. Letzten Endes bleibt aber jeder für seine eigene Sicherheit verantwortlich und kann selbst abwägen, welche Widerstandsklasse er wählen möchte.

Bedenken sollten man auch stets die Beleuchtung: Auch von ihr hängt die Sicherheit in großem Maße ab, denn ein unbeleuchteter oder von Hecken überdeckter Eingang lässt unbemerkte Eindringlinge in Ruhe arbeiten. Die Polizei und Experten raten deshalb, große Büsche zurückzuschneiden, damit der Blick auf den Eingangsbereich frei bleibt.

Die modernsten Features

Neben verschiedenen Aufschraubsicherungen und Verriegelungen gibt es auch moderne High-Tech-Sicherheitskomponenten für die Haustür. So kann man z.B. nicht nur über eine Kamera direkt sehen, wer an der Tür steht, sondern diese auch via Fingerscan individuell öffnen. Mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit, die Verriegelung der Haustür über das Smartphone zu regulieren.

Wärmeschutz – damit drinbleibt, was drinbleiben soll

Da die Haustür als Bestandteil der Fassade gilt, muss im Neubau oder bei Modernisierungen auf die Anforderungen des Wärmeschutzes geachtet werden. Die Prüfnorm DIN 4108-2 in der EnEV gibt die Mindeststandards hierfür an. Vor allem Außentüren, Eingangstüren oder Nebeneingangstüren müssen bessere Dämmwerte erzielen. Wie gut eine Tür gedämmt ist, hängt dann von den verwendeten Materialien und deren Eigenschaften ab.

Verzichten Sie auf Brief- oder Zeitungsschlitze im Türblatt oder Seitenteil. Denn durch diese „Extras“ geht sehr viel Wärme verloren.

Eine Haustür für jeden Stil

Mit modernen Konfiguratoren kann man seine Haustür nach Belieben gestalten: Nicht nur alle möglichen Farbkombinationen, sondern auch Gestaltungen der Oberflächen und Griffe lassen sich ganz individuell bestimmen. So kann man für jedes Haus und jeden Stil die passende Haustür „erstellen“.

Auch Verglasungen mit verschiedensten Durchsichtmöglichkeiten in Satinoptik oder Ornamenten können das Erscheinen eines Hauses veredeln. Zusätzlich können in diese Verglasungen Sicherheitsgläser, wie zum Beispiel Alarmglas, eingefasst werden. Jede denkbare Form und Gestaltung der Haustür ist realisierbar.

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Wie finde ich den passenden Haustür-Stil?

Je nachdem, in welchem Stil Ihr Haus gehalten ist, können Sie ihn mit der Haustür entweder übernehmen oder durchbrechen. So kann eine Haustür hervorstechen oder auch sehr zurückhaltend gestaltet sein. Besondere Beleuchtungen können an der Fassade erstrahlen und dem Haus einen zusätzlichen Glanz ermöglichen.

Durch die eigene Haustür kann man seinem Haus zusätzlichen Charme und Stil verleihen. Das Material spielt hier eine entscheidende Rolle und kann sich unterschiedlich auf den Eindruck auswirken. Die gängigsten Materialien sind Kunststoff, Aluminium und Holz. Sie bringen jeweils unterschiedliche Vorteile mit.

Kunststoff

Haustür Kunststoff

Haustüren aus Kunststoff (bzw. PVC) sind vergleichsweise preiswert, pflegeleicht und praktisch wartungsfrei. Die guten Dämmeigenschaften sorgen dafür, dass die Heizwärme nicht nach draußen weicht. Wichtig: Da Kunststoff ein leicht dehnbarer Werkstoff ist, sollte die Tür mit einem umlaufenden Stahlkern gefüllt sein.

Aluminium

Haustür Aluminium

Diese Türen sind sehr modern, stabil, pflegeleicht und vor allem witterungsbeständig. Für einen verbesserten Wärmeschutz kann man Aluminiumhaustüren zusätzlich mit einer Isolierung beschichten. Durch ihre hohe Stabilität bieten Haustüren aus Aluminium sehr hohe Sicherheitsstandards. Die Oberfläche kann man in jeglicher Optik gestalten, d.h. farblich oder in Holzoptik. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Holz

Haustür Holz

Haustüren aus Holz sind natürlich, robust und bringen gute Dämmeigenschaften. Jedoch sind sie sehr pflegeintensiv und müssen regelmäßig lasiert und gewartet werden. Dafür warten sie mit einer verstärkten Schalldämmung auf.