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Im Garten werden verschiedene Sitzgelegenheiten verwendet. Ob es ein Baum-Sitz unter dem schattenspendenden Blätterdach, der Picknicktisch einschließlich der Sitzbänke, die Biertischgarnitur oder die einfache Gartenbank ist: Der Garten wird wohnlicher und bekommt mit den individuellen Gartenmöbeln seine persönliche Note. Selbst ein Brett über zwei Stein- oder Holzsäulen gelegt, ist eine Sitzbank der spartanischen Art.

Die Gartenbank mit Rückenlehne gehört zu den traditionellen Gartenmöbeln. Sie ist praktisch, stabil und in ihrer Farbgebung ein Blickfang.

Die Planung

Es muss sich jeder selbst entscheiden: Entweder eine fertige Gartenbank kaufen oder eine Sitzbank selber bauen. Die Auswahl fertiger Exemplare in verschiedenen Ausführungen gibt es meist aus Hartholz wie Eiche oder Teak. Das Material aus Kiefer (Weichholz) ist am preisgünstigsten. Gartenbänke aus Kunststoff, Metall oder Rattan sind auch möglich, es ist letztlich eine Ansichtssache und Preisfrage.

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Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich an einem Tag preiswert eine Sitzbank selber bauen. Die Grundform besteht aus:

  • 4 Beinen
  • 5 Trägern
  • 2 Armlehnen
  • Latten für die Sitzfläche und Rückenlehne

Die Materialauswahl

Das beste Baumaterial für eine Gartenbank ist Hartholz. Bessere Qualität zahlt sich besonders dann aus, wenn die Sitzbank ganzjährig im Freien steht und allen Witterungsverhältnissen ausgesetzt ist. Weichholz ist nicht so teuer, dafür nicht so langlebig. Die günstigste Alternative ist druckimprägniertes Weichholz. Wer die Schnittflächen zusätzlich mit Holzschutzmittel (Lasur) behandelt, wird lange Freude am Eigenbau haben.

Holz muss „atmen“ können. Deshalb nicht mit Farbe oder Lack bearbeiten, die nach gewisser Zeit Risse zeigen, sondern den Anstrich mit Holzschutzbeize vornehmen.

Mit einer Übersicht der erforderlichen Holzlatten, Trägern und Kanthölzern sowie ihre Längen, lässt sich im Bau- oder Holzmarkt das Passende zügig zurechtschneiden. Es ist eine gute Vorarbeit, um eine Sitzbank selber bauen zu können.

Benötigtes Holzmaterial und Werkzeug

Die „Schneideliste“ für eine zweisitzige Bank:

  • Hinterbeine (77 cm) Vorderbeine (59,5 cm)
  • Lange Träger (105 cm)
  • Kurze Träger (45 cm)
  • Armlehnen (50 cm) mit 7,5 x 3,8 cm
  • Kantholz (105 cm) mit 2,5 x 2,5 cm Stärke
  • Rückenlehne (35,5 cm) mit 7,5 x 2,5-cm-Latten
  • Sitzfläche (105 cm)
  • Querlatte (120 cm)

Das Holz für die Beine mit einer Stärke von 7,5 x 7,5 cm wählen. Die Träger (3x lang und 3x kurz) sollten je 7,5 x 3,8 cm Maße aufweisen. Um eine Sitzbank selber bauen zu können, wird als Werkzeug benötigt:

  • Bandmaß
  • Bleistift
  • Anschlagwinkel
  • Säge
  • Schmirgelpapier
  • Bohrmaschine
  • Hartholzdübel
  • Versenker, Stifte, Schrauben
  • Locheisen
  • Schraubenzieher
  • Holzleim (wasserdicht)
  • Hammer (Holzhammer)
  • Nägel
  • Dorn
  • Beize, Holzschutzlack oder Holzschutzfarbe
  • Pinsel

Mit Holzkitt können keine Astlöcher verschlossen werden.

Arbeitsgänge um eine Sitzbank selber zu bauen

Die einzelnen Bauteile kennzeichnen und zuschneiden. Ränder sauber mit feinem Sandpapier glätten, um Splitterbildung zu verhindern.

Mit den vorderen und hinteren Rahmenteilen wird begonnen.

1. Die langen Träger werden mit den Beinen „verdübelt“ und die beiden Endträger mit den Beinen verschraubt.
2. Die mittleren Sitzflächenträger mit den langen Trägern verdübeln.
3. Die Armlehnen mit den hinteren Beinen mittels Dübel verbinden und mit den vorderen Beinen verschrauben. Die Schrauben versenken und Kappen darauf drücken.
4. Die Latten für die Rückenlehne mit dem oberen Träger und mit dem Kantholz kleben und zusammennageln.

Die Nagelköpfe mit dem Dorn tiefer treiben und mit Holzkitt verdecken.

5. Die Verbindung zum unteren Träger mit Leim und Schrauben herstellen.
6. Die Querlatten für die Sitzfläche mit dem Mittelträger und den Endträgern verbinden.
7. Als Abschluss die obere Querlatte zum Schutz befestigen.
8. Je nach Wunsch die Sitzbank anstreichen.

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